Klimawandel

Globaler Klimawandel bedeutet, dass sich Temperatur, Niederschläge, Luftfeuchtigkeit, Wind und Jahreszeiten permanent und langfristig verändern. Während des nächsten Jahrzehnts werden diese Veränderungen nicht nur Folgen für natürliche Ökosysteme haben, sondern auch für Menschen, Länder und Volkswirtschaften. 

Die Umwelt immer im Blick

Welche Auswirkungen hat der globale Klimawandel auf Danone?

Myriam Cohen-Welgryn: Danone gehört mit 19 Mrd. € Umsatz zu den weltweit führenden Herstellern von Milchfrischeprodukten, Mineralwässern, Babykost und medizinischer Nahrung. Wir engagieren uns dafür, möglichst vielen Menschen durch unsere Produkte eine gesunde Ernährung zu ermöglichen. Zur Herstellung dieser Produkte sind wir stark auf natürliche Ökosysteme angewiesen. Daher liegt es in unserem eigenen Interesse, den Umweltschutz fest in unsere geschäftliche Tätigkeit zu integrieren. So führten wir 2008 den CO2-Fußabdruck als globale Kennzahl ein, da er eine große Bandbreite an Umweltschutzkriterien abdeckt. Im Zuge dessen haben wir uns selbst das ehrgeizige Ziel gesteckt, unseren CO2-Ausstoß im Zeitraum 2008 bis 2012 um 30 % zu senken. 


Wie hat das Umweltengagement Ihr Unternehmen verändert?

Myriam Cohen-Welgryn: Das Reduktionsziel von 30 % ließ sich nur durch eine grundlegende Umstellung realisieren. Danone musste sich selbst und seine Geschäftstätigkeit hinterfragen. Doch bevor es zu organisatorischen Veränderungen kam, brauch- ten wir zunächst ein Umdenken im Unternehmen. Daher haben wir den CO2-Abbau nicht nur als Leitprinzip etabliert, sondern das Reduktionsziel auch ganz konkret als eines unserer Geschäftsziele definiert. So wurden auch die Boni für 1.400 Führungskräfte weltweit an die Erreichung bestimmter Umweltziele geknüpft. Ich selbst wurde als Vice President für den Bereich „Natur“ berufen und eine meiner ersten Entscheidungen bestand darin, einen Finanzdirektor für dieses Ressort einzustellen.


Worin besteht die größte Herausforderung bei der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks?

Myriam Cohen-Welgryn: Jeder weiß: „Was man nicht messen kann, kann man nicht verbessern.“ Anfangs erfassten wir unsere CO2-Daten in Kalkulationstabellen. Zu Beginn war es auch gar nicht so schwer, erste Erfolge bei der CO2-Reduzierung zu erzielen, denn wir erreichten damit auch eine höhere Produktivität. Durch leichtere Verpackungen beispielsweise senkt man nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern spart auch Kosten. Doch mit der Zeit wurde es schwieriger, den CO2-Fußabdruck weiter zu verringern. Eine präzise Messung wurde deshalb immer wichtiger.


Wie hat die SAP Ihnen geholfen, diese Heraus­forderung zu bewältigen? 

Myriam Cohen-Welgryn: Es ist eine komplexe Aufgabe, den CO2-Fußabdruck für ein einzelnes Danone-Produkt zu berechnen – wir müssen dabei zahlreiche Kategorien und ganze Produktlebenszyklen berücksichtigen. Die Auswertung der großen Datenmengen nahm viel Zeit in Anspruch und konnte nur einmal im Jahr durchgeführt werden. Daher brauchten wir eine robuste und leistungsfähige Lösung, mit der wir die erfassten Daten prüfen und lückenlos zurück­verfolgen können. Aus der gemeinsamen Erfahrung und dem Know-how von Danone und SAP entstand eine innovative Lösung, mit der wir unseren ökologischen Fußabdruck präzise messen können. Zu diesem Zweck konnten die SAP-BusinessObjects-Lösungen perfekt kombiniert werden. Sie fügen sich außerdem nahtlos in unser vorhandenes SAP-ERP-System ein.


Konnte SAP einen echten Beitrag zum Nachhaltigkeitskonzept von Danone leisten?

Myriam Cohen-Welgryn: Unsere Teams können den CO2-Fußabdruck für alle 35.000 Danone-Produkte nun monatlich erfassen, messen, analysieren und verringern. Diese Lösung sorgt dafür, dass die CO2-Reduzierung jetzt jeden angeht. Die Lebenszyklusanalyse der Produkte ist ein guter Weg, alle Mitarbeiter für das Reduktionsziel zu gewinnen. Als fester Bestandteil unserer IT-Infrastruktur liefert die Analyse außerdem wertvolle Informationen für unsere Entscheidungen und gibt Impulse für den Wandel im Unternehmen insgesamt.

Kundenprofil

Danone ist einer der schnellsten wachsenden Lebensmittelhersteller der Welt. Erklärtes Ziel von Danone ist, möglichst vielen Menschen durch seine Produkte eine gesunde Ernährung zu ermöglichen. Der Konzern, der seine Produkte auf fünf Kontinenten vertreibt, beschäftigt rund 100.000 Mitarbeiter in über 180 Werken. 2011 erwirtschaftete Danone einen Umsatz von 19 Mrd. €, über die Hälfte davon in aufstrebenden Märkten.

Die SAP-BusinessObjects-Lösungen helfen Danone, seinen CO2-Fußabdruck zu erfassen, zu messen und zu analysieren. Ziel ist eine Reduzierung von 30 % zwischen 2008 und 2012.

Auf einen Blick

Branche: Konsumgüter
Mitarbeiter: 100.000
Sitz: Paris, Frankreich
Website: www.danone.com
Lösungen: SAP ERP, SAP BusinessObjects Profitability and Cost Management, 
SAP BusinessObjects Financial Information Management, SAP BusinessObjects Data Services

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