GLOBALISIERUNG

Die Weltwirtschaft hat sich in den letzten zehn Jahren grundlegend verändert. Dieser Wandel setzt sich ungehindert fort. Länder rücken näher zusammen und gehen im Zuge des grenzüberschreitenden Waren-, Kapital- und Personenverkehrs immer engere Beziehungen ein. 

International am Zug

Welchen Einfluss hat die Globalisierung auf Aigo?


Jason Li: Vor 15 Jahren war Aigo ein ganz kleines Start-up-Unternehmen. Die Globalisierung hat innerhalb sehr kurzer Zeit einige wichtige Wachstums­chancen für uns eröffnet. Wir entdecken ständig neue Märkte für unsere MP4-Player, Flash-Drive-Speichermedien und Digitalkameras. Unser internationales Wachstum hilft uns auch beim Aufbau einer globalen Marke. Inzwischen macht unser Auslandsgeschäft 20 % unseres Umsatzes aus. Russland und Spanien sind schon heute zwei unserer größten Märkte. Und jeden Monat kommen weitere Länder hinzu.

 

Hat Ihr schnelles internationales Wachstum Ihre Beziehung zu den Ländern, in denen Sie tätig sind, verändert?

Jason Li:
 „Wachstum“ und „international“ sind für uns immer mehr zu Synonymen geworden: Wir können die beiden Begriffe nicht mehr wirklich getrennt voneinander sehen. Deshalb haben wir 2005 unsere „Six-win“-Ideologie ins Leben gerufen. Mit ihr gewährleisten wir, dass wir im Einklang mit unseren sechs Anspruchsgruppen – unseren Konsumenten, Vertretern, Mitarbeitern, Lieferanten, unserem Unternehmen und der Gesellschaft – wachsen. Nur wenn wir zusammenarbeiten, kann Aigo einen angemessenen Gewinn und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung erzielen.

 

Wie geht Aigo mit seinem schnellen internationalen Wachstum um?

Jason Li: 
Als kleines Start-up kamen wir noch gut mit einem eher improvisierten Managementstil zurecht. Jetzt, da Aigo expandiert, funktioniert das nicht mehr so gut. Deshalb haben wir uns bewusst dafür entschieden, dieses improvisierte Management mit Elementen der westlichen Geschäftskultur zu mischen. In vielem erinnert das an das klassische Schach. Das westliche Schach steht für Teamarbeit. Die Läufer treten beispielsweise als Paar auf und kooperieren miteinander. Im chinesischen Schach bekämpfen sie sich. Wir haben das geändert und sozusagen zwei neue Steine aus der chinesischen Schachtradition in das „Schachspiel von Aigo“ aufgenommen: zwei runde Steine namens Kanonen. Die Kanonen sind mit keiner westlichen Schachfigur vergleichbar. Sie können jederzeit ziehen und andere durch Überspringen schlagen. Die Kanonen stehen für Flexibilität. Und auf dem globalen Markt ist das genau eine unserer Stärken.

Vor welchen großen Herausforderungen steht Aigo zurzeit?

Jason Li: Aigo will über seinen chinesischen Heimatmarkt hinaus expandieren. Wir wollen uns als inter­nationale Marke etablieren. Aber um dahin zu kommen, müssen wir unseren Geschäftsstil ändern. Einerseits wollen wir so schnell und flexibel wie ein kleines Start-up-Unternehmen bleiben. Um weltweit zu agieren, brauchen wir aber auch die ausgereiften Geschäftsprozesse globaler Unternehmen. Hierfür haben wir verschiedene wichtige Schritte unternommen. So haben wir gerade das Unternehmen nach Produkt­grup­pen umorganisiert. Über 20 neue Tochterunternehmen sind daraus entstanden, die alle ein großes Maß an Autonomie haben. In der Zukunft wird aber eine unserer großen Herausforderungen darin bestehen, alle diese Töchter mit einheitlichen Geschäftsprozessen und Best Practices auszustatten. Denn dann können wir die Stärken von Aigo bündeln, um noch mehr Innovation zu erzielen.

Wie hilft SAP Aigo, seine Chancen auf dem Weltmarkt zu nutzen?

Jason Li: 
Wir haben uns verschiedene Softwarelösungen angesehen, sowohl On-Premise- als auch Cloud-Lösungen. Letztendlich brauchten wir aber eine Lösung, die mit uns in unserem Tempo wachsen kann. SAP Business ByDesign war ideal für das weltweite Wachstum, das wir anstreben. Mit der Lösung konnten wir unsere Datensicherheitsprobleme lösen. Auch unsere Geschäftsprozesse haben wir damit verbessert. Und weil SAP Business ByDesign eine Cloud-Lösung ist, erreichen wir damit das Gleiche wie mit einem umfassenden globalen IT-System – aber ohne eine große IT-Abteilung. Wenn man noch einmal ans Schachspielen denkt, war SAP wirklich ein entscheidender Zug für Aigo.

Kundenprofil

Aigo Electronics Technology Co., Ltd., (Aigo) wurde 1993 gegründet und produziert mobile Speichermedien, Multimedia-Player, Computerperipheriegeräte und Datensicherheitslösungen. Das Unter­nehmen mit Sitz in Peking unterhält regionale Geschäftsstellen in Frankreich, Hongkong, Singapur und den USA. Mit 1.900 Mitarbeitern in 20 Tochterunternehmen erwirtschaftet Aigo einen Umsatz von 20 Mio. €. 

Mit der Lösung SAP Business ByDesign kann sich Aigo die Flexibilität eines innovativen Start-up-Unternehmens bewahren und profitiert gleichzeitig von den ausgereiften Geschäftsprozessen eines globalen Großunternehmens. 

Auf einen Blick

Branche: Verbraucherelektronik
Mitarbeiter: 1.900
Sitz: Peking, China
Website: en.aigo.com
Lösung: SAP Business ByDesign

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