DEMOGRAFISCHER WANDEL

Eine höhere Lebenserwartung, sinkende Sterberaten und alternde Bevölkerungen sind mit tief greifenden Auswirkungen für ganze Gesellschaften verbunden. Die SAP hilft Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, sich auf diese Entwicklungen ein­zustellen – mit Lösungen für die Personalwirtschaft, die Verwaltung von Sozialleistungen oder das Gesundheitswesen. 

Medizinisch und finanziell in bester Verfassung

Westliche Länder stehen in den nächsten zwei Jahrzehnten vor großen demografischen Veränderungen. Was bedeutet das für Beaumont Health System?

Subra Sripada: Zurzeit betragen die Gesundheitsausgaben der USA jährlich 2,5 Billionen US$. Gleichzeitig erleben wir einen demografischen Wandel. Die Menschen bleiben länger gesund und leben länger. Das verursacht natürlich Kosten. Rund 78 Millionen Amerikaner wurden letztes Jahr 65 Jahre alt. Medicare, die öffentliche Krankenversicherung für ältere und behinderte Bürger, versorgt bereits jetzt 47 Millionen Menschen. In nur 20 Jahren werden es 80 Millionen sein. Hinzu kommt, dass weniger neue Arbeitskräfte auf den Markt kommen. Das heißt, es stehen weniger Steuergelder zur Finanzierung der Gesundheitsleistungen zur Verfügung. Dieses Ungleichgewicht ist einer von vielen Faktoren, warum die Kosten von Medicare steigen werden. Und dies erzeugt wiederum enormen Kostendruck für Ärzte und Krankenhäuser. 

 

Wie wirkt sich der demografische Wandel auf den Gesundheitsmarkt aus?

Subra Sripada: Es beginnt ein Umdenken bei der Vergütung medizinischer Leistungen. Ein wichtiger Trend geht dahin, diese nicht mehr nach der Menge der Leistung zu vergüten, sondern nach Qualität. Dahinter steht der Gedanke, dass man Innovation, Effizienz  und Resultate stärker honoriert als Tests und Verfahren. Gleichzeitig sind die Patienten heute besser informiert. Dadurch werden sie zu Konsumenten auf dem Gesundheitsmarkt und stellen höhere Ansprüche an die Qualität der Versorgung. Außerdem wollen sie eine größere Auswahl haben, wie und von wem sie medizinische Leistungen erhalten.

 

Wie reagiert Beaumont auf diesen Wandel?

Subra Sripada: Zum einen sind wir fest davon überzeugt, dass IT der Schlüssel ist, um bessere Entscheidungen zu treffen und Veränderungen zu bewältigen – sowohl im Hinblick auf die Patientenversorgung als auch aus wirtschaftlicher Sicht. Zum anderen profitiert unsere Forschung. Wir sind innovativer. Wir sind effizienter. Und wir konnten uns als Gesundheitsversorger weiterentwickeln.

 

Haben sich auch die Herausforderungen und Chancen von Beaumont verändert?

Subra Sripada: Eine unserer größten Herausforderungen hat sich als enorme Chance erwiesen, wie das Beispiel des American Recovery and Reinvestment Act zeigt. Dieses US-amerikanische Gesetz bietet Ärzten und Krankenhäusern finanzielle Anreize für den Einsatz von elektronischen Patientenakten. Für uns bedeutete dies Fördergelder in Millionenhöhe. Doch zunächst mussten wir zwei Voraussetzungen erfüllen: Wir brauchten digitalisierte Patientenakten und eine leistungsfähige Software, um die gesetzlich geforderten Berichte zu erstellen. Außerdem mussten wir unsere Ärzte und Mitarbeiter im Umgang mit der Software schulen und sie bei der Umstellung auf ein völlig neues System unterstützen. Dies erforderte einen hohen Einarbeitungsaufwand.

 

Wie hilft die SAP Beaumont, in diesem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich zu agieren?

Subra Sripada: Durch SAP-BusinessObjects-Lösungen haben wir eine echte Verbesserung bei der Daten­nutzung erzielt. Doch auch die SAP-Schulungen waren ein wichtiger Erfolgsfaktor. Durch sie konnten wir deutlich mehr von unseren Investitionen in Business-Intelligence-Software profitieren. Heute erhalten unsere Geschäftsführer, Verwaltungsangestellten und Ärzte umfassendere Informationen über die Patientenversorgung und unseren Geschäftsbetrieb. Dank unserer neuen Analyse- und Berichtsfunktionen konnten wir Fördermittel in Höhe von 12,5 Mio. US$ erlangen. Mithilfe der SAP ist uns außerdem die Umstellung auf eine datengesteuerte Organisation gelungen. Dadurch nehmen wir jetzt eine Pionierstellung bei der Nutzung von Informationstechnologie im Gesundheitssektor ein. Unter dem Strich führt dies zu wesentlich mehr Qualität, Sicherheit und Effizienz bei unseren Betriebsabläufen.

Kundenprofil

Beaumont Health System im US-amerikanischen Bundesstaat Michigan ist ein Klinikverbund mit über 1.700 Betten, 3.700 Ärzten und 19.000 Mitarbeitern.

Die SAP half Beaumont, durch den Einsatz von Informationstechnologie mehr Transparenz und einen besseren Einblick in Daten zu gewinnen. Dies sorgt für effektivere und effizientere Abläufe sowohl in der Patientenversorgung als auch im allgemeinen Geschäftsbetrieb. Zudem konnte Beaumont mit Unterstützung der SAP-Software Fördermittel in Höhe von 12,5 Mio. US$ erlangen.

 

Auf einen Blick

Branche: Gesundheitswesen
Mitarbeiter: 19.000 
Sitz: Royal Oak, Michigan, USA
Website: www.beaumont.edu
Lösungen: SAP-BusinessObjects-Lösungen für Business Intelligence, 
SAP-BusinessObjects-Lösungen für Enterprise Information Management, 
SAP BusinessObjects Web Intelligence, 
SAP BusinessObjects Data Integrator, SAP Crystal Reports

Overview