ASSURED 2011

Zusammengefasster Konzernlagebericht

 

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE
Darstellung der Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2011 (Non-IFRS)

Im Jahr 2011 basierten unsere interne Steuerung und unsere operativen Ertragsziele sowie der veröffentlichte Ausblick auf Non-IFRS-Kennzahlen. Daher greifen wir im folgenden Abschnitt zur Erläuterung der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu unserem Ausblick ausschließlich auf Non-IFRS-Kennzahlen, die aus IFRS-Kennzahlen abgeleitet sind, zurück und kennzeichnen sie als solche. Die Erläuterungen im nachstehenden Abschnitt zur Ertragslage nach IFRS beschränken sich damit auf IFRS-Zahlen, die daher nicht explizit als solche gekennzeichnet sind. 

Ausblick 2011 (Non-IFRS)

Anfang 2011 sagten wir voraus, dass unsere Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (Non-IFRS) für das Geschäftsjahr 2011 ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse um 10 % bis 14 % steigen würden (2010: 9.868 Mio. €). Überdies erwarteten wir, dass unsere Softwareerlöse schneller wachsen würden als die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse. Hierzu sollten alle Regionen beitragen; allerdings rechneten wir in den Regionen Amerika und APJ mit einem schnelleren Wachstum als in der Region EMEA. 

Außerdem erwarteten wir, dass unser Betriebsergebnis (Non-IFRS) für das Gesamtjahr 2011 ohne Berücksichtigung der Wechselkurse in einer Spanne von 4,45 Mrd. € bis 4,65 Mrd. € (2010: 4,01 Mrd. €) liegen würde. Daraus resultierend erwarteten wir einen Anstieg der operativen Marge (Non-IFRS) ohne Berücksichtigung von Wechselkurseinflüssen um 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte (2010: 32,0 %). 

Wir rechneten für das Geschäftsjahr 2011 mit einer effektiven Steuerquote (IFRS) von 27,0 % bis 28,0 % (2010: 22,5 %) und mit einer effektiven Steuerquote (Non-IFRS) von 27,5 % bis 28,5 % (2010: 27,2 %). 

Nachdem wir unseren im Januar 2011 veröffentlichten Ausblick für das Jahr 2011 im April noch bestätigt hatten, konkretisierten wir ihn aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr im Juli dahingehend, dass das Wachstum sowohl der Non-IFRS-Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse als auch des Non-IFRS-Betriebsergebnisses am oberen Ende der zu Jahresbeginn prognostizierten Spannen erwartet wird. 

Im Oktober 2011 passten wir den Ausblick für die effektive Steuerquote (IFRS) unter Berücksichtigung der Effekte aus der Auflösung der Rückstellung für den TomorrowNow-Rechtsstreit auf 28,5 % bis 29,5 % (2010: 22,5 %) an. 

Tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Ausblick (Non-IFRS)

Wir steigerten im Jahr 2011 unsere Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (Non-IFRS) ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse um 17 % auf 11.499 Mio. € (2010: 9.868 Mio. €) und übertrafen unsere im Januar 2011 bekannt gegebenen Annahmen (10 % bis 14 %) sowie den im Juli aktualisierten Ausblick, das obere Ende der Spanne zu erreichen, erheblich. Trotz des teilweise unsicheren wirtschaftlichen Umfelds im Jahr 2011 zeigten unsere Neu- und Bestandskunden weiterhin eine hohe Bereitschaft, in unsere Produkte zu investieren. Die Softwareerlöse stiegen wesentlich stärker als die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse. Alle Regionen trugen zum Wachstum bei und die Regionen Amerika sowie APJ zeigten ein schnelleres Wachstum der Softwareerlöse ohne Berücksichtigung von Währungseffekten als die Region EMEA. 

Im Geschäftsjahr 2011 erzielten wir ein Betriebsergebnis (Non-IFRS) ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse von 4.779 Mio. €. Damit übertrafen wir unser im Januar bekannt gegebenes Ziel von 4.450 Mio. € bis 4.650 Mio. € sowie den im Juli aktualisierten Ausblick, am oberen Ende der Spanne zu liegen, deutlich. Die daraus resultierende Non-IFRS-operative Marge ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 33,1 % und lag damit ebenfalls über unserer erwarteten Steigerung von 0,5 bis 1,0 Prozentpunkten. 

Wir erzielten eine effektive Steuerquote von 27,9 % (basierend auf IFRS) und von 26,6 % (basierend auf Non-IFRS). Damit lagen wir unter der für das Geschäftsjahr 2011 bekannt gegebenen Erwartung nach IFRS (28,5 % bis 29,5 %) und nach Non-IFRS (27,5 % bis 28,5 %). Die Minderung gegenüber dem Ausblick ist im Wesentlichen auf die Entwicklung des währungsbereinigten Gewinns vor Steuern insbesondere in Nordamerika und Europa und auf Steuern für Vorjahre zurückzuführen. 

Umsatzentwicklung
Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse stiegen von 12.464 Mio. € im Jahr 2010 auf 14.233 Mio. € im Jahr 2011, was einem Zuwachs um 1.769 Mio. € oder 14 % entspricht. Dieser Anstieg beinhaltet einen Zuwachs aus Volumen- und Preisänderungen von 16 % und eine Abnahme aus Währungsveränderungen von 2 %. Das Erlöswachstum resultiert hauptsächlich aus einem Anstieg der Softwareerlöse um 706 Mio. € und einem Anstieg der Supporterlöse um 834 Mio. €. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse beliefen sich 2011 bedingt durch diesen Anstieg auf 11.319 Mio. €. Der Anteil der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse an den Umsatzerlösen belief sich 2011 auf 80 % gegenüber 79 % im Jahr 2010. Die Beratungs- und sonstigen Serviceerlöse trugen im Jahr 2011 2.914 Mio. € zu unseren Umsatzerlösen bei, was einem Anstieg um 9 % gegenüber 2010 entspricht. 

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf einzelne Regionen und Branchen wird in den Abschnitten Umsatzerlöse nach Regionen sowie Umsatzerlöse nach Branchen erläutert. 

Software- und softwarebezogene Serviceerlöse

Die Softwareerlöse resultieren aus den Lizenzgebühren, die wir aus dem Verkauf oder der Lizenzierung von Software an Kunden erzielen. Supporterlöse verkörpern den Umsatz, den wir durch technischen Kundensupport und nicht spezifizierte Softwareupgrades, -updates und -erweiterungen generieren. Die Subskriptions- und sonstigen softwarebezogenen Serviceerlöse beinhalten die Erlöse aus Subskriptionen, aus On-Demand-Angeboten, aus der Softwareverpachtung und aus anderen Arten von softwarebezogenen Dienstleistungsverträgen. 

Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse stiegen von 9.794 Mio. € im Jahr 2010 auf 11.319 Mio. € im Jahr 2011, was einem Wachstum um 16 % entspricht. Das Erlöswachstum setzt sich aus einem Anstieg aus Volumen- und Preisänderungen von 17 % und einem Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 % zusammen. 

Software- und softwarebezogene Serviceerlöse nach Regionen (nach dem Sitz des Kunden)

Die Softwareerlöse stiegen von 3.265 Mio. € im Jahr 2010 auf 3.971 Mio. € im Jahr 2011, was einem Zuwachs um 706 Mio. € oder 22 % entspricht. Diese Zunahme beinhaltet ein Wachstum aus Volumen- und Preisänderungen von 25 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 3 %

Softwareerlöse nach Regionen (nach dem Sitz des Kunden)

Die SAP Business SuiteSAP Business SuiteGesamtpaket integrierter Kernanwendungen, Branchenlösungen und Ergänzungen, die auf der Technologieplattform SAP NetWeaver aufbauen. Die Software unterstützt betriebliche Kernprozesse vom Einkauf über die Produktion, die Lagerhaltung und den Vertrieb bis ... trug den größten Anteil zum Wachstum der Softwareerlöse bei, gefolgt von SAP HANASAP HANAFlexible, datenquellenunabhängige In-Memory-Appliance-Software, die Unternehmen hilft, ihre Geschäftsabläufe zu analysieren, und dabei auf riesige Mengen detaillierter Bewegungs- und analytischer Daten aus praktisch jeder Datenquelle zugreift. Die Applian... und mobilen Lösungen. 

2011 hat sich unsere Kundenbasis weiter vergrößert. Gemessen an der Anzahl der abgeschlossenen Verträge sind im Jahr 2011 20 % unserer Auftragseingänge für Software auf Verträge mit Neukunden zurückzuführen (2010: 23 %). Der Auftragseingangswert für Software wuchs gegenüber dem Vorjahr um 16 %. Die Gesamtzahl der abgeschlossenen Verträge für neue Software stieg um 17 % auf 59.059 (2010: 50.439). 

Unsere stabile Kundenbasis und der anhaltende Verkauf von Software an Bestands- und Neukunden im gesamten Geschäftsjahr 2011 sowie im Vorjahr hatten einen Anstieg der Supporterlöse von 6.133 Mio. € im Jahr 2010 auf 6.967 Mio. € im Jahr 2011 zur Folge. Der größte Teil der Supporterlöse entfällt auf das Wartungsangebot SAP Enterprise SupportSAP Enterprise SupportServices, die proaktiven Support zusätzlich zu sämtlichen Leistungen von SAP Standard Support bieten. Zu diesen proaktiven Supportleistungen zählt eine Reihe von Werkzeugen, Prozessen und Services, die kontinuierliche Verbesserungen, ein umfassendes Anwe.... Der Anstieg der Supporterlöse um 834 Mio. € oder 14 % beinhaltet ein Wachstum aus Volumen- und Preisänderungen von 15 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %. Das Wachstum war unter anderem auf unsere Premiumangebote zurückzuführen sowie auf einen starken Zuwachs bei unserem Supportangebot SAP Enterprise SupportSAP Enterprise SupportServices, die proaktiven Support zusätzlich zu sämtlichen Leistungen von SAP Standard Support bieten. Zu diesen proaktiven Supportleistungen zählt eine Reihe von Werkzeugen, Prozessen und Services, die kontinuierliche Verbesserungen, ein umfassendes Anwe...

Die Subskriptions- und sonstigen softwarebezogenen Serviceerlöse reduzierten sich um 15 Mio. € oder 4 % auf 381 Mio. € (2010: 396 Mio. €). Die Reduzierung der Erlöse beinhaltet ausschließlich Volumen- und Preisänderungen und resultiert primär daraus, dass Global Enterprise Agreements und andere ähnliche mehrjährige Lizenzverträge als Vertragsmodell bei unseren Kunden an Beliebtheit verlieren, da unsere Kunden vermehrt in den Kauf von Softwarelizenzen investieren. Deshalb gingen unsere Subskriptionserlöse erwartungsgemäß gegenüber dem Vorjahr zurück. Auch künftig gehen wir nicht davon aus, dass die Subskriptionserlöse aus mehrjährigen Lizenzverträgen wie Global Enterprise Agreements und Flexible License Agreements deutlich steigen werden. 

Beratungs- und sonstige Serviceerlöse

Beratungs- und sonstige Serviceerlöse generieren wir in erster Linie aus dem Beratungsgeschäft sowie aus sonstigen Dienstleistungen. Die Beratungserlöse werden vorwiegend aus der Implementierung unserer Softwareprodukte erzielt. Die sonstigen Serviceerlöse beinhalten im Wesentlichen Schulungserlöse aus Weiterbildungsangeboten für Kunden und Partner zur Nutzung unserer Softwareprodukte und zu verwandten Themen sowie Erlöse aus dem von SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... übernommenen Geschäft mit Messaging Services. 

Die Beratungs- und sonstigen Serviceerlöse stiegen von 2.670 Mio. € im Jahr 2010 auf 2.914 Mio. € im Jahr 2011, was einem Zuwachs um 244 Mio. € oder 9 % entspricht. Dieses Wachstum beinhaltet einen Anstieg aus Volumen- und Preisänderungen von 11 % und eine Abnahme aus Währungsveränderungen von 2 %. 

Die Beratungserlöse stiegen von 2.197 Mio. € im Jahr 2010 auf 2.341 Mio. € im Jahr 2011, was einem Zuwachs um 8 % aus Volumen- und Preisänderungen und einem Rückgang von 1 % aus Währungsveränderungen entspricht. Damit belief sich der Anteil der Beratungserlöse an den gesamten Beratungs- und sonstigen Serviceerlösen auf 80 % (2010: 82 %). Der Anteil der Beratungserlöse an den Umsatzerlösen betrug im Jahr 2011 16 % (2010: 18 %). 

Die sonstigen Serviceerlöse stiegen von 473 Mio. € im Jahr 2010 auf 573 Mio. € im Jahr 2011, was einem Zuwachs um 21 % entspricht. Dieser Anstieg beinhaltet eine Zunahme aus Volumen- und Preisänderungen von 23 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 2 %. Diese Zunahme ist im Wesentlichen bedingt durch Erlöse aus Messaging Services und Schulungserlöse. 

Umsatzerlöse nach Regionen und Branchen
Umsatzerlöse nach Regionen

Wir gliedern unsere Geschäftstätigkeit nach den folgenden drei Regionen: der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA), der Region Amerika, der Nord- und Lateinamerika umfasst, sowie die Region Asien-Pazifik-Japan (APJ), zu der Japan, Australien und die anderen Länder Asiens gehören. Die Umsatzaufteilung erfolgt nach dem Sitz des Kunden. Textziffer (29) des Anhangs zu unserem Konzernabschluss enthält weitere Informationen zu unseren Umsätzen in den einzelnen Regionen. 

Umsatzerlöse nach Regionen (nach dem Sitz des Kunden)
Region EMEA

Im Jahr 2011 entfielen mit 6.991 Mio. € (2010: 6.263 Mio. €) 49 % (2010: 50 %) unserer Umsatzerlöse auf die Region EMEA. Dies entspricht einem Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um 12 %. Die Umsatzerlöse in Deutschland stiegen um 7 % auf 2.347 Mio. € (2010: 2.195 Mio. €). Der auf Deutschland entfallende Anteil an unseren Umsatzerlösen in der Region EMEA betrug 34 % (2010: 35 %). Die restlichen Erlöse der Region EMEA stammten in erster Linie aus Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Russland und Italien. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse der Region EMEA beliefen sich auf 5.529 Mio. € (2010: 4.883 Mio. €). Der Anteil der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse an den Umsatzerlösen belief sich auf 79 % gegenüber 78 % im Jahr 2010.

Region Amerika

2011 entfielen 36 % (2010: 36 %) unserer Umsatzerlöse auf die Region Amerika. Die Umsatzerlöse in der Region Amerika stiegen um 15 % auf 5.091 Mio. €; die in den USA erzielten Umsatzerlöse erhöhten sich um 14 % auf 3.699 Mio. €. Dieses Wachstum beinhaltet eine Zunahme aus Volumen- und Preisänderungen von 20 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 6 %. Der auf die USA entfallende Anteil an den Umsatzerlösen in der Region Amerika betrug 73 % (2010: 73 %). In den übrigen Ländern der Region Amerika kletterten die Umsatzerlöse um 17 % auf 1.392 Mio. €. Dieser Anstieg beinhaltet einen Zuwachs aus Volumen- und Preisänderungen von 20 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 3 %. Diese Erlöse wurden hauptsächlich in Kanada, Brasilien und Mexiko generiert. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse der Region Amerika beliefen sich auf 3.958 Mio. € (2010: 3.427 Mio. €). Damit beträgt der Anteil der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse an den Umsatzerlösen 78 % (2010: 77 %). 

Region APJ

2011 entfielen 15 % (2010: 14 %) unserer Umsatzerlöse auf die Region APJ, wobei der größte Umsatzbeitrag in Japan erzielt wurde. Die Umsatzerlöse in der Region APJ stiegen um 22 % auf 2.151 Mio. €. In Japan steigerten wir unsere Umsatzerlöse um 27 % auf 652 Mio. €, was einem Anteil an den in der Region APJ erzielten Umsatzerlösen von 30 % (2010: 29 %) entspricht. Der Umsatzanstieg in Japan beinhaltet einen Anstieg aus Volumen- und Preisänderungen von 22 % und einen Anstieg aus Währungsveränderungen von 5 %. In den übrigen Ländern der Region APJ nahmen die Umsatzerlöse um 20 % zu. Die Umsatzerlöse in den übrigen Ländern der Region APJ wurden hauptsächlich in Australien, Indien und China erzielt. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse der Region APJ beliefen sich auf 1.832 Mio. € (2010: 1.484 Mio. €). Der Anteil der Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse an den Umsatzerlösen stieg auf 85 % gegenüber 84 % im Jahr 2010. 

Umsatzerlöse nach Branchen

Um gezielt auf die Anforderungen bestehender und potenzieller Kunden einzugehen, haben wir unsere Branchengruppen neu zugeschnitten und bedienen danach seit 2011 neun Sektoren statt sechs wie im Jahr 2010. 

Der erste von drei neuen Sektoren, Gesundheitsdienstleister und Life Sciences, umfasst die Bereiche Gesundheitswesen, Medizin und Pharmazie, die vorher auf die Branchengruppen Öffentlicher Sektor und Prozessindustrie verteilt waren. Die neue Branchengruppe Energie und natürliche Ressourcen setzt sich aus den Bereichen Öl und Gas, Bergbau, Versorgungs- und Abfallwirtschaft zusammen. Diese teilten sich zuvor auf die Branchengruppen Prozessindustrie und Dienstleistungen auf. Mit dem neuen Sektor Groß- und Einzelhandel richten wir unser Augenmerk verstärkt auf zwei Bereiche, die bislang zum Sektor Verbraucherindustrie gehörten. Mit Blick auf die sich wandelnden Kundenbedürfnisse wurden ferner zwei Teilbereiche umgruppiert. Der Bereich Bauwirtschaft, Anlagen- und Schiffbau, zuvor im Sektor Fertigungsindustrie, fällt nun unter Dienstleistungen. Die Postbranche wurde der Branchengruppe Öffentlicher Sektor zugeordnet. 

Die Zuteilung unserer Kunden zu einer dieser Branchengruppen erfolgt bei der ersten vertraglichen Vereinbarung. Die Erlöse, die wir anschließend aus Geschäften mit einem bestimmten Kunden erzielen, ordnen wir der betreffenden Gruppe zu.

Umsatzerlöse nach Branchen

In den folgenden Sektoren erzielten wir ein überdurchschnittliches Wachstum, gemessen an der Veränderung der Umsatzerlöse im Jahr 2011: Fertigungsindustrie (2.617 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 19 %), Prozessindustrie (1.461 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 16 %), Groß- und Einzelhandel (1.300 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 16 %) und Konsumgüterindustrie (1.433 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 15 %). 

Die Ergebnisse der anderen Sektoren waren wie folgt: Finanzdienstleistungen 1.196 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 13 %, Öffentlicher Sektor 1.399 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 12 %, Dienstleistungen 2.190 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 12 %, Energie und natürliche Ressourcen 2.001 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 11 % und Gesundheitsdienstleister und Life Sciences 636 Mio. € bei einer Wachstumsrate von 7 %. 

Betriebsergebnis und operative Marge
Betriebsergebnis und operative Marge

2011 belief sich unser Betriebsergebnis auf 4.881 Mio. € (2010: 2.591 Mio. €) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert. Das Ergebnis war im Jahr 2011 positiv durch die teilweise Auflösung der Rückstellung für den TomorrowNow-Rechtsstreit in Höhe von 717 Mio. € beeinflusst, deren Erhöhung im Jahr 2010 das Ergebnis mit 981 Mio. € negativ beeinflusst hatte. Textziffer (24) des Anhangs zu unserem Konzernabschluss enthält weitere Informationen zum TomorrowNow-Rechtsstreit. Insgesamt ist im Geschäftsjahr 2011 der Umsatz gestiegen, während die operativen Aufwendungen gesunken sind. 

Unsere operative Marge stieg im Jahr 2011 um 13,5 Prozentpunkte auf 34,3 % an (2010: 20,8 %). Sie war durch die Effekte aus dem TomorrowNow-Rechtsstreit in Höhe von 5,0 Prozentpunkten positiv beeinflusst, während sie im Jahr 2010 durch die Effekte aus diesem Rechtsstreit in Höhe von 7,9 Prozentpunkten negativ beeinflusst war. 

  • Betriebsergebnis
  • Operative Marge

Die operativen Aufwendungen sanken 2011 auf 9.352 Mio. € (2010: 9.873 Mio. €), was einer Verminderung um 521 Mio. € beziehungsweise um 5 % entspricht. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Auflösung der im Vorjahr stark erhöhten Rückstellung in Verbindung mit dem TomorrowNow-Rechtsstreit zurückzuführen.

In den folgenden Abschnitten erläutern wir die Entwicklung der einzelnen Komponenten der Umsatzkosten. 

Software- und softwarebezogene Serviceaufwendungen

Die Software- und softwarebezogenen Serviceaufwendungen umfassen hauptsächlich verschiedene Kosten für Kundensupport, Kosten für die Entwicklung individueller Kundenlösungen, die den spezifischen geschäftlichen Anforderungen der Kunden Rechnung tragen, sowie an Dritte gezahlte Lizenzgebühren und Provisionen für Datenbanken und andere komplementäre Produkte externer Anbieter, die wir an unsere Kunden weiterlizenzieren.

Die Software- und softwarebezogenen Serviceaufwendungen stiegen 2011 um 16 % auf 2.107 Mio. € (2010: 1.823 Mio. €). Der Hauptkostenfaktor war der Aufbau des Personalbestands zur Abdeckung der steigenden Nachfrage im Bereich SAP Enterprise SupportSAP Enterprise SupportServices, die proaktiven Support zusätzlich zu sämtlichen Leistungen von SAP Standard Support bieten. Zu diesen proaktiven Supportleistungen zählt eine Reihe von Werkzeugen, Prozessen und Services, die kontinuierliche Verbesserungen, ein umfassendes Anwe... im Jahr 2011, was wiederum zu einer positiven Entwicklung der Supporterlöse beitrug. Ferner stiegen infolge des stark gestiegenen Softwareumsatzes unsere Lizenzgebühren und Provisionen für Datenbanken, die wir an Dritte zahlen. Die Marge des Software- und softwarebezogenen Servicegeschäfts, also das Verhältnis des Ergebnisses aus Software und softwarebezogenen Services zu den Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen, blieb im Jahr 2011 mit 81 % konstant zum Vorjahr (2010: 81 %).

Beratungs- und sonstige Servicekosten

Die Beratungs- und sonstigen Servicekosten setzen sich in erster Linie aus Personalaufwendungen für Beratungs- und Schulungspersonal sowie aus Aufwendungen für zugekaufte Beratungs- und Schulungsdienstleistungen externer Anbieter zusammen. Diese Position beinhaltet außerdem Vertriebs- und Marketingkosten in Zusammenhang mit unseren Beratungs- und sonstigen Services, die aus Vertriebs- und Marketingaktivitäten resultieren, die nicht klar von der Erbringung der Services abgegrenzt werden können.

Die Beratungs- und sonstigen Servicekosten stiegen von 2.071 Mio. € im Jahr 2010 um 9 % auf 2.248 Mio. € im Jahr 2011. Die Marge des Beratungs- und sonstigen Servicegeschäfts, also das Verhältnis des Ergebnisses aus Beratungs- und sonstigen Services zu den Beratungs- und sonstigen Serviceerlösen, stieg auf 23 % (2010: 22 %). Die steigende Profitabilität resultiert insbesondere aus der positiven Entwicklung im Beratungsgeschäft.

Forschung und Entwicklung

Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) umfassen vorwiegend Personalaufwendungen für unsere F&E-Mitarbeiter, Kosten für unabhängige Dienstleister, die wir zur Unterstützung unserer F&E-Aktivitäten beauftragt haben, und Abschreibungen für im Rahmen unserer F&E-Aktivitäten genutzte Computerhardware und -software.

Die F&E-Kosten erhöhten sich im Jahr 2011 auf 1.939 Mio. €, was einer Zunahme um 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Erhöhung war im Wesentlichen auf den Anstieg der Personalkosten zurückzuführen.

Der Anteil der F&E-Kosten an den Umsatzerlösen blieb im Gesamtjahr 2011 mit 14 % auf dem Vorjahresniveau. Die vorteilhafte Umsatzentwicklung gegenüber 2010 bewirkte im Zusammenhang mit den proportional gestiegenen F&E-Aufwendungen eine konstante F&E-Quote.

Vertriebs- und Marketingkosten

Die Vertriebs- und Marketingkosten bestehen hauptsächlich aus Personalaufwendungen und Kosten des Direktvertriebs zur Unterstützung unserer Vertriebs- und Marketingbereiche für den Vertrieb und das Marketing unserer Produkte und Dienstleistungen.

Die Vertriebs- und Marketingkosten stiegen von 2.645 Mio. € im Jahr 2010 um 16 % auf 3.081 Mio. € im Jahr 2011. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf erhöhte Personalkosten zurückzuführen, bedingt durch die Vergrößerung unserer Vertriebsmannschaft unter anderem in jungen Wachstumsmärkten sowie durch die erhöhte variable Vergütung infolge der Übererfüllung unserer Unternehmensziele. Ferner stiegen die Reise- und Marketingkosten aufgrund der Zunahme der Geschäftsaktivitäten. Der Anstieg der Anzahl unserer Mitarbeiter im Vertrieb und Marketing führte zu einem beschleunigten Umsatzwachstum. Dabei stieg das Verhältnis der Vertriebs- und Marketingkosten zu den Umsatzerlösen mit 22 % gegenüber dem Vorjahr an (2010: 21 %), da die Aufwendungen gegenüber dem Umsatz überproportional gewachsen sind.

Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten in erster Linie Personalaufwendungen zur Unterstützung unserer Finanz- und Verwaltungsfunktionen. 

Unsere allgemeinen Verwaltungskosten stiegen von 636 Mio. € im Jahr 2010 auf 715 Mio. € im Jahr 2011, was einem Anstieg um 12 % entspricht. Der Kostenanstieg ist hauptsächlich auf den Anstieg der Personalkosten zurückzuführen. Das Verhältnis der allgemeinen Verwaltungskosten zu den Umsatzerlösen blieb im Jahr 2011 mit 5 % auf Vorjahresniveau. 

Segmentergebnisse

Mit den Bereichen ProduktProduktAuslieferbare, für Kunden sichtbare, installierbare und erneuerbare Softwareeinheit, Beratung, Schulung und SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... haben wir derzeit vier berichtspflichtige operative Segmente. 

Die Zahlen zu den Umsatzerlösen und den Ergebnissen der einzelnen operativen Segmente unterscheiden sich aufgrund einiger Unterschiede zwischen dem internen Berichtswesen und der externen Berichterstattung nach IFRS von den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatz- und Ergebniszahlen. Weitere Informationen zu unserer Segmentberichterstattung sowie eine Überleitung von der internen Berichterstattung auf die externe Berichterstattung nach IFRS entnehmen Sie bitte Textziffer (29) des Anhangs zum Konzernabschluss.

Rendite der Segmente
Produktsegment

Die Aktivitäten im Produktsegment erstrecken sich auf den Vertrieb und die Lizenzierung unserer Software sowie auf die technische Unterstützung (Support) für unsere Software. Support beinhaltet den technischen Support in Bezug auf unsere Produkte, die Unterstützung bei der LösungLösungSAP-Lösungen ermöglichen es einem Kunden, eine geschäftliche Herausforderung zu bewältigen oder eine Geschäftsmöglichkeit zu nutzen. Für den Aufbau einer Lösung werden SAP-Anwendungen oder andere SAP-Software flexibel miteinander kombiniert. Lösungen könn... von Problemen, die Bereitstellung von Benutzerdokumentation sowie nicht spezifizierte Softwareupgrades, -updates und -erweiterungen. Darüber hinaus übernimmt das Produktsegment auch Projekte zur Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen. Zum Produktsegment gehören unsere Geschäftsbereiche Vertrieb, Marketing sowie Service und Support. 

Die Erlöse im Produktsegment nahmen im Jahr 2011 um 11 % auf 10.025 Mio. € (2010: 9.020 Mio. €) zu. Dieses Wachstum beinhaltet einen Anstieg aus Volumen- und Preisänderungen von 13 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 2 %. Grund für diesen Zuwachs war der Anstieg im Bereich der Lizenzierung unserer Softwarelösungen, was wiederum zur Steigerung der Supporterlöse beitrug. Die Softwareerlöse, die den Umsatzerlösen im Produktsegment zuzurechnen sind, stiegen um 19 % auf 3.282 Mio. € (2010: 2.766 Mio. €). Dieses Wachstum ist auf einen Anstieg aus Volumen- und Preisänderungen von 22 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 3 % zurückzuführen. Die Supporterlöse nahmen um 9 % auf 6.302 Mio. € (2010: 5.776 Mio. €) zu. Dieses Wachstum beinhaltet einen Anstieg aus Volumen- und Preisänderungen von 10 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %. Die Subskriptions- und sonstigen softwarebezogenen Serviceerlöse sind um 3 % auf 377 Mio. € (2010: 387 Mio. €) zurückgegangen. Geografisch gesehen haben alle Regionen zum Erlösanstieg des Segments beigetragen. 

Die Aufwendungen im Produktsegment stiegen im Jahr 2011 um 13 % auf 4.085 Mio. € (2010: 3.625 Mio. €). Die Aufwendungen aus dem Softwarevertrieb machen rund 56 % der gesamten Aufwendungen des Produktsegments aus, wohingegen rund 16 % der gesamten Aufwendungen des Produktsegments dem Marketing und ungefähr 28 % den Supportleistungen zuzurechnen sind. Der Anstieg der Aufwendungen im Produktsegment ist auf die zunehmenden Geschäftsaktivitäten aufgrund der gestiegenen Nachfrage im Jahr 2011 zurückzuführen. 

Der Segmentbeitrag des Produktsegments stieg um 10 % auf 5.940 Mio. € (2010: 5.395 Mio. €), dies entspricht einer Segmentrendite von 59 % (2010: 60 %). 

Beratungssegment

Die Aktivitäten im Beratungssegment erstrecken sich vornehmlich auf die Implementierung unserer Softwareprodukte. 

Die Erlöse im Beratungssegment stiegen im Jahr 2011 um 9 % auf 2.955 Mio. € (2010: 2.714 Mio. €). Dieses Wachstum beinhaltet einen Anstieg aus Volumen- und Preisänderungen von 10 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 1 %. Geografisch gesehen haben alle Regionen zum Erlösanstieg des Segments beigetragen, vor allem die Regionen Amerika und APJ. 

Die Aufwendungen im Beratungssegment stiegen um 6 % auf 2.091 Mio. € (2010: 1.968 Mio. €). Der Anstieg der Aufwendungen im Beratungssegment ist auf die zunehmenden Geschäftsaktivitäten aufgrund der gestiegenen Nachfrage im Jahr 2011 zurückzuführen. 

Der Segmentbeitrag des Beratungssegments stieg um 16 % auf 864 Mio. € (2010: 746 Mio. €), dies entspricht einer Segmentrendite von 29 % (2010: 27 %). 

Schulungssegment

Das Schulungssegment umfasst Weiterbildungsangebote zur Nutzung unserer Softwareprodukte und zu verwandten Themen für Kunden und Partner. Die Ausbildungsaktivitäten beinhalten klassische Präsenzschulungen in den Schulungsräumen der SAP, individuelle Schulungsprogramme für Kunden und Partner, Anwenderschulungsprojekte sowie E-Learning. 

Die Erlöse im Schulungssegment stiegen im Jahr 2011 um 4 % auf 376 Mio. € (2010: 362 Mio. €). Dieses Wachstum beinhaltet einen Zuwachs aus Volumen- und Preisänderungen von 6 % und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 2 %. Geografisch betrachtet trugen die Regionen EMEA und Amerika am meisten zum Erlöswachstum bei. Das Wachstum unserer Schulungserlöse fiel in Lateinamerika mit einem Anstieg von 19 % besonders hoch aus. Dagegen verzeichneten wir in der Region APJ einen Rückgang von 2 %. 

Die Aufwendungen im Schulungssegment stiegen um 2 % auf 230 Mio. € (2010: 226 Mio. €). Der Anstieg der Aufwendungen im Schulungssegment ist auf die zunehmenden Geschäftsaktivitäten aufgrund der gestiegenen Nachfrage im Jahr 2011 zurückzuführen. 

Der Segmentbeitrag des Schulungssegments stieg um 8 % auf 147 Mio. € (2010: 136 Mio. €), dies entspricht einer Segmentrendite von 39 % (2010: 38 %). 

Sybase-Segment

Das Segment SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... befasst sich in erster Linie mit der Umsetzung unserer Vision eines drahtlosen Unternehmens für Kunden und Partner. Dabei stellen wir Unternehmenssoftware und mobile Softwarelösungen für Informationsmanagement, Entwicklung und Integration bereit. 

Die Ermittlung des Segmentbeitrags für das Segment SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... unterscheidet sich von der Ermittlung der anderen Segmente. Das Segment SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... umfasst Entwicklungs-, Verwaltungs- und sonstige Aufwendungen, die in den anderen Segmenten nicht enthalten sind. 

Da die Akquisition von SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... im laufenden Jahr 2010 erfolgte, umfassen die Erlöse und Aufwendungen für das Segment SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... im Jahr 2010 lediglich fünf Monate. 

Die Erlöse im Segment SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... stiegen im Jahr 2011 um 126 % auf 873 Mio. € (2010: 387 Mio. €). Dieses Wachstum beinhaltet einen Anstieg aus Volumen- und Preisänderungen von 130 % (inklusive des Effekts daraus, dass im Vergleichsjahr nur Erlöse für fünf Monate enthalten sind) und einen Rückgang aus Währungsveränderungen von 5 %. 

Die Aufwendungen im Segment SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... stiegen um 149 % auf 646 Mio. € (2010: 260 Mio. €). 

Der Segmentbeitrag des Segments SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... stieg um 78 % auf 226 Mio. € (2010: 127 Mio. €), dies entspricht einer Segmentrendite von 26 % (2010: 33 %). 

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich 2011 auf –38 Mio. € (2010: –67 Mio. €). Die Finanzierungserträge beliefen sich auf 123 Mio. € (2010: 73 Mio. €), während die Finanzierungsaufwendungen 161 Mio. € (2010: 140 Mio. €) betrugen. 

Die Finanzierungserträge enthalten vorwiegend Zinserträge aus Ausleihungen und sonstigen finanziellen Forderungen, zum Beispiel Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und kurzfristigen Anlagen (2011: 64 Mio. €; 2010: 34 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die höhere Durchschnittsliquidität im Vergleich zu 2010 zurückzuführen. 

Die Finanzierungsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 123 Mio. € (2010: 77 Mio. €). Dieser Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit der Akquisition von SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... entstanden sind. Die Akquisition wurde über Darlehen, Anleihen und Privatplatzierungen finanziert. Weitere Informationen zu diesen Finanzierungsinstrumenten finden Sie unter Textziffer (18b) im Anhang zum Konzernabschluss. 

Daneben hatten die Derivate, die wir zur Steuerung unserer Finanzrisiken einsetzen, im Jahr 2011 einen Einfluss auf das Finanzergebnis. Die hierdurch verursachten Zeitwerteffekte schlugen sich in Zinserträgen in Höhe von 37 Mio. € (2010: 25 Mio. €) und Zinsaufwendungen in Höhe von 37 Mio. € (2010: 31 Mio. €) nieder. 

Ertragsteuern

Die effektive Ertragsteuerquote lag im Jahr 2011 mit 27,9 % über dem Vorjahreswert von 22,5 %. Der Hauptgrund für diese gegenüber dem Vorjahr erhebliche Differenz ist die Veränderung der Rückstellung für den Rechtsstreit mit TomorrowNow. Während sich 2010 aufgrund der signifikanten Erhöhung der Rückstellung für den Rechtsstreit mit TomorrowNow eine Minderung der Steuerquote von fast 5 Prozentpunkten ergab, erhöhte sich die effektive Steuerquote 2011 aufgrund der Minderung dieser Rückstellung. Diese Erhöhung wurde durch Steuereffekte aus konzerninternen Finanzierungen kompensiert. Weitere Informationen zu den Ertragsteuern entnehmen Sie bitte Textziffer (11) des Anhangs zum Konzernabschluss. 

Gewinn nach Steuern und Ergebnis je Aktie

Der Gewinn nach Steuern stieg im Jahr 2011 um 90 % auf 3.439 Mio. € (2010: 1.813 Mio. €). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die positive Geschäftsentwicklung und mit 444 Mio. € auf die teilweise Auflösung der Rückstellung für den TomorrowNow-Rechtsstreit zurückzuführen. 

Gewinn nach Steuern

Das Ergebnis je Aktie lag mit 2,89 € weit über dem Vorjahreswert von 1,52 €. Der Anstieg resultiert aus dem höheren Gewinn nach Steuern gegenüber 2010, wobei sich die Anzahl der ausstehenden Aktien mit 1.189 Millionen im Vorjahresvergleich (2010: 1.188 Millionen) kaum verändert hat. 

Ergebnis je Aktie
Dividende

Wir sind der Ansicht, dass unsere Aktionäre angemessen am Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 beteiligt werden sollen. Unsere bisherige Dividendenpolitik, die eine Ausschüttung von rund 30 % des Ergebnisses der SAP AG vorsieht, möchten wir fortführen. Der Effekt aus dem TomorrowNow-Rechtsstreit wird bei der Bemessung der Dividende nicht berücksichtigt. Wie im Vorjahr vertreten wir die Auffassung, dass dieser Effekt – ob positiv wie 2011 oder negativ wie im Jahr zuvor – nicht in die Berechnung der Dividende einfließen sollte. Daraus resultiert eine Dividende von 0,75 € pro Aktie. 

Zur Feier unseres 40-jährigen Firmenjubiläums möchten wir zusätzlich eine Sonderdividende in Höhe von 0,35 € pro Aktie an unsere Aktionäre ausschütten. 

Daher wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, eine im Vergleich zum Vorjahr um 83 % erhöhte Dividende von 1,10 € (2010: 0,60 €) an die Aktionäre zu zahlen. Die Ausschüttungsquote, also das Verhältnis zwischen Ausschüttungssumme und Konzernergebnis, beträgt 38 % des Konzernergebnisses (2010: 39 %). 

Wird dieser Dividendenvorschlag angenommen, so beträgt die rechnerische Gesamtausschüttung an die Aktionäre unter Berücksichtigung des Bestands an eigenen Aktien zum Jahresende 2011 1,3 Mrd. €. Die tatsächliche Gesamtausschüttung kann jedoch von diesem Betrag abweichen, da sich der Bestand an eigenen Aktien bis zum Tag der Hauptversammlung noch ändern kann. Außerdem kann sich durch die Bedienung der anteilsbasierten Vergütungsprogramme auch das Grundkapital noch ändern. Die Dividendenausschüttung für das Jahr 2010 betrug 713 Mio. €. Neben der Ausschüttung haben wir durch die Aktienrückkäufe im Geschäftsjahr 2011 246 Mio. € (2010: 220 Mio. €) an unsere Aktionäre zurückgeführt. 

Dividende je Aktie
Entwicklung der Finanzlage (IFRS)
Überblick
Globales Finanzmanagement wird zentral gesteuert

Wir verfügen über ein zentrales Finanzmanagement für die globale Liquiditätssteuerung sowie für das Zins- und Währungsmanagement. Wichtigstes Ziel des Finanzmanagements ist es, eine Konzernmindestliquidität sicherzustellen, um jederzeit Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Hierzu nehmen die meisten Konzerngesellschaften an einem zentralen Cash Management teil. Die liquiden Mittel werden konzernweit zusammengefasst, überwacht und nach einheitlichen Grundsätzen investiert. Mit einem hohen Bestand an liquiden Mitteln als strategischer Liquiditätsreserve verbessern wir unsere Flexibilität, Sicherheit und Unabhängigkeit. Über weitere verschiedene Kreditlinien können wir im Bedarfsfall zusätzliche Liquiditätspotenziale nutzen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Kreditlinien

Unsere Kredit-, Liquiditäts-, Zins-, Aktienkurs- sowie Wechselkursrisiken steuern wir auf konzernweiter Basis. Ausgewählte Derivate werden ausschließlich zur Sicherung dieser Risiken eingesetzt, nicht aber für Spekulationszwecke, das heißt, ohne ein entsprechendes zugrunde liegendes Grundgeschäft schließen wir kein Derivat ab. Vorschriften für den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten sowie weitere Regelungen und Prozesse im Bereich des Finanzrisikomanagements haben wir in einer weltweit für alle Konzerngesellschaften gültigen Treasury-Richtlinie zusammengefasst. Weitere Informationen über das Management der einzelnen finanziellen Risiken oder den Umfang dieser Risiken finden sich unter Textziffer (25) bis (27) im Anhang zum Konzernabschluss. 

Liquiditätsmanagement

Unsere primäre Liquiditätsquelle zum Aufbau von Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Wertpapieren und sonstigen Geldanlagen ist unsere laufende Geschäftstätigkeit. In den vergangenen Jahren haben wir unsere Zahlungsmittel primär für unsere Geschäftsaktivitäten und unseren aus unserem Wachstum resultierenden Investitionsbedarf, für den Erwerb von Unternehmen, die Zahlung von Dividenden und den Rückkauf von SAP-Aktien auf dem freien Markt eingesetzt. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Geldanlagen wurden zum 31. Dezember 2011 vorwiegend in Euro und US-Dollar gehalten. Wir investieren grundsätzlich nur in Finanzanlagen von Emittenten oder Fonds mit einem Mindestrating von „A–“ und verfolgen eine vorsichtige Anlagepolitik, die durch eine breite Streuung der Anlagen auf unterschiedliche Kontrahenten, Anlagen mit überwiegend kurzfristiger Laufzeit und Standardanlageinstrumente gekennzeichnet ist. Nur in Ausnahmefällen tätigen wir Finanzanlagen bei Emittenten mit Rating unterhalb „A–“ – derartige Investitionen waren allerdings im Jahr 2011 unwesentlich. 

Wir gehen davon aus, dass unser Liquiditätsbestand in Verbindung mit unseren Finanzreserven in Form verschiedener ungenutzter Kreditlinien zur Deckung des operativen Kapitalbedarfs ausreicht und – zusammen mit den erwarteten Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit – unsere geplanten kurz- und mittelfristigen Investitionen abdeckt. 

Zur Erweiterung unserer Geschäftstätigkeit haben wir in der Vergangenheit sowohl Unternehmen als auch Produkte und Technologien zugekauft. Weitere derartige Erwerbe planen wir auch für die Zukunft. Zusätzliche Informationen über die Finanzverbindlichkeiten, die hauptsächlich im Zusammenhang mit der Akquisition von SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... entstanden, finden sich im Abschnitt Entwicklung des Cashflows und der Liquiditätslage. Abhängig von unserer künftigen Finanzlage und den künftigen Marktbedingungen werden wir möglicherweise zusätzliche Finanzierungsinstrumente zur Finanzierung von Akquisitionen, Aufrechterhaltung unserer finanziellen Flexibilität und Beschränkung des Rückzahlungsrisikos emittieren. Wir beobachten deshalb kontinuierlich die auf den Kapitalmärkten verfügbaren Finanzierungsoptionen und Trends für die Verfügbarkeit von Geldmitteln sowie die Kosten der jeweiligen Finanzierung. 

Management der Kapitalstruktur

Der Hauptzweck des Managements der Kapitalstruktur ist die Aufrechterhaltung eines starken Finanzprofils, um das Vertrauen von Investoren, Kreditgebern und Kunden zu stärken und das Wachstum unseres Geschäfts sicherzustellen. Wir streben eine Kapitalstruktur an, die es uns ermöglicht, unseren Finanzierungsbedarf zu angemessenen Bedingungen über die Kapitalmärkte zu decken. Dadurch können wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und finanzieller Flexibilität gewährleisten. 

Derzeit verfügen wir über kein Kreditrating einer Ratingagentur. Wir sind nicht der Ansicht, dass ein Rating einen wesentlichen Einfluss auf unsere derzeitigen oder künftigen Kreditaufnahmebedingungen oder Finanzierungsmöglichkeiten hätte. 

Unser Ziel ist es, weiterhin in der Lage zu sein, durch die Ausschüttung jährlicher Dividenden und den Rückkauf von Aktien überschüssige Liquidität an unsere Aktionäre zurückzugeben. Der Betrag der künftigen Dividenden und der Umfang der künftigen Aktienrückkäufe werden mit unseren Bemühungen, einen adäquaten Liquiditätsstatus aufrechtzuerhalten, abgestimmt. Weitere Informationen über Dividenden und Aktienrückkäufe und unsere derzeitige Kapitalstruktur finden sich unter Textziffer (22) im Anhang zum Konzernabschluss. 

Entwicklung des Cashflows und der Liquiditätslage

Die Gesamtkonzernliquidität zum 31. Dezember 2011 setzte sich vorwiegend aus Beträgen in Euro (3.737 Mio. €) und US-Dollar (833 Mio. €) zusammen. Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Geldanlagen sind in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten der Bilanz enthalten, Bankdarlehen, Privatplatzierungen und Anleihen in den finanziellen Verbindlichkeiten. Die Finanzschulden bestanden zum 31. Dezember 2011 hauptsächlich aus Beträgen in Euro (2.999 Mio. €) und US-Dollar (966 Mio. €). Etwa 3 % unserer Finanzschulden werden variabel verzinst und sind nicht abgesichert. 

Analyse der Nettokonzernliquidität

Mio. €

2011 2010 Veränderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.965 3.518 1.447
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Geldanlagen 636 10 626
Gesamtkonzernliquidität 5.601 3.528 2.073
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 101 1 100
Kurzfristige Privatplatzierungen 423 0 423
Kurzfristige Anleihe 600 0 600
Nettoliquidität 1. Grades 4.477 3.527 950
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 1.106 -1.105
Langfristige Privatplatzierungen 1.240 1.071 169
Langfristige Anleihe 1.600 2.200 -600
Nettoliquidität 2. Grades 1.636 -850 2.486

Die Gesamtkonzernliquidität umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (zum Beispiel Bankeinlagen, Geldmarktfonds oder Festgelder mit einer ursprünglichen Fälligkeit von maximal drei Monaten) sowie kurzfristige Anlagen (zum Beispiel Anlagen mit einer Ursprungslaufzeit von mehr als drei Monaten und einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten), wie in unserem IFRS-Konzernabschluss angegeben. 

Die Finanzschulden setzen sich zusammen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten (Überziehungskredite, kurzfristige Darlehen, Anleihen oder Privatplatzierungen) sowie langfristigen Verbindlichkeiten (langfristige Darlehen, Anleihen oder Privatplatzierungen), wie in unserem IFRS-Konzernabschluss angegeben. Weitere Informationen zu unseren Finanzschulden finden Sie unter Textziffer (18) im Anhang zum Konzernabschluss. 

Als Nettoliquidität bezeichnen wir die Konzernliquidität abzüglich Finanzschulden (wie oben stehend definiert). Die Nettoliquidität sollte nicht als Ersatz für andere in unserem IFRS-Konzernabschluss enthaltene Angaben, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, sonstige finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten, verstanden werden, sondern stets als Ergänzung hierzu. 

Der Anstieg der Konzernliquidität gegenüber 2010 ist hauptsächlich auf die positiven Mittelzuflüsse aus unserem operativen Geschäft zurückzuführen. 

Weitere Informationen zum Effekt der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristigen Anlagen und finanziellen Verbindlichkeiten auf unsere Gewinn- und Verlustrechnung finden Sie in der Analyse unseres Finanzergebnisses, netto, im Abschnitt Entwicklung der Ertragslage (IFRS).

Analyse der Konzernkapitalflussrechnung

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Jahr 2011 um 853 Mio. € oder 29 % auf 3.775 Mio. € (2010: 2.922 Mio. €). Dabei hat sich der operative Cashflow 2011 positiv entwickelt, was überwiegend auf die gute Umsatzentwicklung zurückzuführen ist. Durch ein effektives Management des Umlaufvermögens (Working Capital Management) konnten wir die Außenstandsdauer der Forderungen (Days of Sales Outstanding, DSO) auch 2011 weiter reduzieren. Diese Zeitspanne – definiert als durchschnittliche Anzahl der Tage von der Umsatzrealisierung bis zum Zahlungseingang – verringerte sich 2011 um fünf Tage auf 60 Tage (2010: 65 Tage). 

Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich im Jahr 2011 auf 1.226 Mio. € und lagen damit deutlich unter dem Vorjahreswert (2010: 3.994 Mio. €). 2011 waren die Mittelabflüsse im Wesentlichen durch Investitionen in Festgeldanlagen und deutsche Staatsanleihen sowie in unsere Geschäfts- und Infrastruktur durch den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beeinflusst. Für den Erwerb von voll zu konsolidierenden Unternehmen wurden im Jahr 2011 188 Mio. € gezahlt, während im Vorjahr noch 4.194 Mio. € abgeflossen sind, was vornehmlich auf den gezahlten Kaufpreis zum Erwerb von SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... zurückzuführen war. 

Die Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit beliefen sich 2011 auf 1.176 Mio. € gegenüber Mittelzuflüssen von 2.520 Mio. € im Jahr 2010. Die Mittelabflüsse im Jahr 2011 resultierten im Wesentlichen aus der Rückzahlung eines Darlehens für die Finanzierung der Akquisition von SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-.... Kompensierend wirkte die zum 1. Juni 2011 abgeschlossene Privatplatzierung in den USA, wodurch 750 Mio. US$ zugeflossen sind. Im Vorjahr sind die Mittelzuflüsse hauptsächlich durch die Einzahlungen aus unserer Finanzierungstätigkeit im Zusammenhang mit der Akquisition von SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-... bedingt. 

Die Höhe der Dividendenzahlung von 713 Mio. € hat sich aufgrund einer Anhebung der Dividende von 0,50 € auf 0,60 € je Aktie gegenüber dem Vorjahr erhöht (2010: 594 Mio. €). 2011 kauften wir eigene Aktien im Wert von 246 Mio. € zurück (2010: 220 Mio. €). 

Analyse der Konzernkapitalflussrechnung

Mio. €

2011 2010 Veränderung in %
2011 vs. 2010
Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit 3.775 2.932 29
Cashflows aus Investitionstätigkeiten -1.226 -3.994 -69
Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten -1.176 2.520 <–100
Kreditlinien

Über verschiedene Kreditlinien stehen uns im Bedarfsfall weitere Kapitalquellen zur Verfügung. 

Wir verfügen über eine revolvierende Kreditlinie über 1,5 Mrd. € mit einer anfänglichen Laufzeit von fünf Jahren, die im Dezember 2015 endet. Die Inanspruchnahme ist nicht an finanzielle Auflagen gebunden. Mittel aus diesem Kredit können für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden. Die Zinssätze im Fall der Nutzung entsprechen dem Euro Interbank Offered Rate (EURIBOR) oder London Interbank Offered Rate (LIBOR) für die jeweilige Währung zuzüglich einer Marge von 45 bis 75 Basispunkten in Abhängigkeit von dem in Anspruch genommenen Betrag. Die Bereitstellungsgebühr beträgt 15,75 Basispunkte pro Jahr auf den nicht in Anspruch genommenen Betrag. Wir haben die Kreditlinie bisher nicht genutzt und beabsichtigen dies zurzeit auch nicht. Folglich lag eine Inanspruchnahme zum 31. Dezember 2011 nicht vor. 

Daneben verfügte die SAP AG zum 31. Dezember 2011 über weitere Kreditlinien in Höhe von insgesamt 490 Mio. €. Eine Inanspruchnahme lag zum 31. Dezember 2011 nicht vor. Mehrere unserer ausländischen Tochterunternehmen verfügen über Kreditlinien, die es ihnen ermöglichen, Kredite in lokaler Währung zum aktuellen Marktzinssatz aufzunehmen, in der Regel in der Höhe, die durch Garantien der SAP AG abgesichert ist. Zum 31. Dezember 2011 standen über diese Vereinbarungen 54 Mio. € zur Verfügung. Insgesamt hatten unsere ausländischen Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2011 hiervon 1 Mio. € in Anspruch genommen. 

Entwicklung der Vermögenslage (IFRS)
Bilanzstruktur

Unsere Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11 % auf 23.225 Mio. € erhöht. 

Konzernbilanzstruktur

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich 2011 von 7.143 Mio. € um 35 % auf 9.669 Mio. € erhöht. Dies ist überwiegend durch einen Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 41 % auf 4.965 Mio. € (2010: 3.518 Mio. €) bedingt und resultiert im Wesentlichen aus dem guten operativen Cashflow. Des Weiteren wurde Liquidität in Festgeldanlagen und deutsche Staatsanleihen investiert, was zu einem Anstieg der kurzfristigen Wertpapiere und sonstigen Geldanlagen um 659 Mio. € auf 817 Mio. € führte. Ferner haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 394 Mio. € auf 3.493 Mio. € erhöht – ein Anstieg, der insbesondere durch das umsatzstarke vierte Quartal beeinflusst war. 

Die langfristigen Vermögenswerte sind mit 13.556 Mio. € im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr (13.696 Mio. €) praktisch konstant geblieben – der zeitlich bedingte Werteverzehr langfristiger Vermögenswerte wurde durch entsprechende Investitionen kompensiert. 

Investitionen

Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden von 5.153 Mio. € im Jahr 2010 auf 6.266 Mio. € im Jahr 2011 ist vor allem bedingt durch die Umgliederung finanzieller Verbindlichkeiten aufgrund von Änderungen in ihrer Fristigkeitsstruktur. Die Verminderung der Rückstellung im Zusammenhang mit dem TomorrowNow-Rechtsstreit wirkte kompensierend. Bezüglich weiterer Informationen zum Hintergrund dieses Rechtsstreits sowie zur Bilanzierung verweisen wir auf Textziffer (24) im Konzernanhang. 

Die Verminderung der langfristigen Schulden (2011: 4.252 Mio. €; 2010: 5.862 Mio. €) ergibt sich im Wesentlichen aus der Finanzierungstätigkeit – 2011 wurden finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 1.005 Mio. € getilgt. Zum 1. Juni 2011 wurde eine Privatplatzierung in den USA abgeschlossen, die zu einem Mittelzufluss und einer korrespondierenden Erhöhung der langfristigen Schulden von 750 Mio. US$ führte. Ferner haben sich die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten aus Umgliederungen in Zusammenhang mit Änderungen in ihrer Fristigkeitsstruktur reduziert. Detaillierte Informationen zu den 2011 durchgeführten Finanzierungstransaktionen enthält der Abschnitt Entwicklung der Finanzlage

Die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, hat sich auf 55 % (2010: 47 %) verbessert – ein Effekt, der insbesondere in Zusammenhang mit der positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 zu sehen ist. 

Eigenkapitalquote
Nicht bilanzierte Vermögenswerte

Nicht bilanzierte (immaterielle) Vermögenswerte bilden die Grundlage für unseren gegenwärtigen und zukünftigen Erfolg. In welchem Ausmaß dies der Fall ist, verdeutlicht ein Vergleich zwischen der Marktkapitalisierung der SAP AG, die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 50,2 Mrd. € (2010: 46,7 Mrd. €) betrug, und dem bilanziellen Eigenkapital des SAP-Konzerns in Höhe von 12,7 Mrd. € (2010: 9,8 Mrd. €). Damit ist der Marktwert unseres Eigenkapitals um 295 % höher als der Buchwert. Diese Differenz ist insbesondere durch solche immateriellen Vermögenswerte zu erklären, die wir nach geltenden Rechnungslegungsvorschriften nicht oder nicht mit ihren Zeitwerten bilanzieren dürfen. Hierzu gehören beispielsweise unser Kundenkapital (SAP-eigener Kundenstamm und SAP-eigene Kundenbeziehungen), unsere Mitarbeiter und ihr Know-how, unser Partnernetzwerk, unsere selbst entwickelte Software, die Innovationsfähigkeit des Unternehmens, die von der SAP gehaltenen Marken, allen voran die Marke SAP, sowie unsere Unternehmensorganisation. SAP war am 31. Dezember 2011 – gemessen am Börsenwert – das viertwertvollste Unternehmen Deutschlands. Der Wert der Marke SAP hat sich nach einer Studie von Interbrand in der Rangliste der weltweit wertvollsten Marken (Top 100 Best Global Brands) von Rang 26 im Vorjahr auf Rang 24 im Jahr 2011 gesteigert. Wir erzielten damit unsere bislang beste Bewertung unter den wertvollsten Marken der Welt. Im Vergleich mit anderen deutschen Markenwerten belegten wir damit hinter den Marken Mercedes-Benz und BMW Rang drei, im internationalen Vergleich mit anderen IT-Unternehmen Rang zehn. 2011 bewertete Interbrand die Marke SAP mit 14,5 Mrd. US$ gegenüber 2010 um 1,7 Mrd. US$ höher (2010: 12,8 Mrd. US$). 

Einen wesentlichen Anteil der nicht bilanzierten Vermögenswerte stellen unsere – auch bereits in der Vergangenheit – erzielten Forschungs- und Entwicklungsergebnisse dar.

Unser Kundenkapital hat sich im Jahr 2011 weiterhin positiv entwickelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gewannen wir rund 74.000 Neukunden in den verschiedenen Marktsegmenten und haben bestehende Kundenverbindungen vertieft. Gemeinsam mit dem unabhängigen Dienstleister IMAGIN AG messen wir regelmäßig die Zufriedenheit und Treue unserer Kunden anhand einer Vielzahl von Indikatoren. Am wichtigsten ist für uns die Gesamtzufriedenheit der Kunden. Auf einer Skala von 1 bis 10 erzielten wir einen Zufriedenheitsgrad von 7,7 weltweit im Vergleich zu 7,6 im Jahr 2010. Mit diesem Ergebnis erreichten wir unser für 2011 gestecktes Ziel. Weitere Informationen zur Entwicklung unseres Kundenstamms sind im Abschnitt Kunden dargestellt, weitere Informationen zur Kundenzufriedenheit finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht unter www.sapsustainabilityreport.com.

Die Maßnahmen zur Wertsteigerung unseres Mitarbeiterstamms und der SAP-eigenen Software haben wir in den vorangegangenen Abschnitten zu Mitarbeitern und gesellschaftlichem Engagement sowie zu Forschung und Entwicklung erläutert. Mit dem bereits beschriebenen weiteren Ausbau unserer Vertriebs- und Entwicklungspartnerschaften haben wir den Wert unseres Partnernetzwerks erhöht. 

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