Zusammengefasster Konzernlagebericht

 

Energie- und Emissionsmanagement

Im Interesse unserer Kunden, unserer Innovationsstrategie und unseres nachhaltigen Erfolgs müssen wir uns mit unseren Auswirkungen auf die Umwelt aktiv auseinandersetzen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, durch die Reduzierung unserer Emissionen unseren Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel zu leisten und unsere Energieeffizienz zu verbessern. Davon profitiert nicht nur unmittelbar die Umwelt, sondern auch unser Unternehmen. Effizienzgewinne führen zu deutlichen Einsparungen, die sich unmittelbar auf unser Ergebnis auswirken. Durch die Einsparungen können wir zudem auch vermehrt sowohl in Innovationen als auch in Nachhaltigkeitsmaßnahmen – etwa den verstärkten Zukauf erneuerbarer Energien – investieren. 

Im Zuge unserer Umweltschutzmaßnahmen wurde uns auch bewusst, welche Aspekte es hierbei zu berücksichtigen gilt. Wir können dadurch besser Lösungen entwickeln, die unseren Kunden helfen, in einer Welt mit knappen Ressourcen erfolgreich zu arbeiten. Bei unserer Aufgabe, neue Antworten auf Probleme zu finden, gelang es uns, innovative Wege zu gehen und damit den finanziellen Erfolg unseres Unternehmens, unserer Mitarbeiter, Investoren und Anspruchsgruppen zu vergrößern. Unser Ziel, nachhaltiger zu wirtschaften, unterstützen aber auch unsere Mitarbeiter: Mit überwiegender Mehrheit äußerten sie bei der Mitarbeiterbefragung 2011 die Ansicht, dass NachhaltigkeitNachhaltigkeitBei der SAP die ganzheitliche Steuerung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Risiken und Chancen mit dem Ziel, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Nachhaltigkeit unterstützt die SAP bei ihrem Auftrag, die Abläufe in der weltweiten Wirtschaft zu verb... eine wichtige Rolle für die SAP spielt. 

Wir messen unsere Fortschritte beim Energiemanagement und den Treibhausgasemissionen anhand von vier Kennzahlen. Mit diesen überprüfen wir zum einen die Ergebnisse unserer Umweltschutzmaßnahmen. Zum anderen ermitteln wir mit ihrer Hilfe, wie wir bei der Entwicklung neuer Lösungen und der Umsetzung unserer Strategie vorankommen. 

  • Emissionen: Wir haben uns dazu verpflichtet, unsere Treibhausgasemissionen zum Schutz der Umwelt zu verringern und dadurch dem Klimawandel entgegenzuwirken. Es ist das erklärte Ziel der SAP, die eigenen Treibhausgasemissionen bis 2020 auf das Niveau des Jahres 2000 zurückzuschrauben. Im fünften Jahr in Folge gelang es uns, unsere CO2-Effizienz zu verbessern: Unsere Emissionen, die pro Euro Umsatz gemessen werden, gehen kontinuierlich zurück (von 36,3 g/€ im Jahr 2010 auf 34,4 g/€ im Jahr 2011). Das starke Umsatzwachstum im Jahr 2011 hatte zur Folge, dass auch einige für das Geschäft notwendige Aktivitäten wie Geschäftsreisen zu Kunden anstiegen und sich somit unsere Gesamtemissionen erhöhten. Dadurch nahmen die weltweiten Treibhausgasemissionen der SAP um 8 % auf 490 Kilotonnen zu (2010: 455 Kilotonnen, einschließlich SybaseSybaseVon SAP Ende 2010 übernommenes Unternehmen, mit dem die SAP ihr Portfolio an Mobilitätslösungen erweitert und eine komplette mobile Plattform und mobile Apps zur Verfügung stellt, die Kunden einen standort- und geräteunabhängigen Zugriff auf Daten in SAP-...). Durch unsere gezielten Nachhaltigkeitsmaßnahmen haben wir seit 2008 Kosten in Höhe von 190 Mio. € vermieden (verglichen mit den auf Basis des Jahres 2007 hochgerechneten Emissionen, die ohne eine Verhaltensänderung entstanden wären). Unsere eigenen Erfahrungen helfen uns, Software zu entwickeln, die unsere Kunden bei Energiesparmaßnahmen unterstützt. Somit trägt unsere Umweltstrategie auch zu unserem Unternehmenserfolg bei. 
  • Gesamtenergieverbrauch: Unser Gesamtenergieverbrauch bezeichnet die Energiemenge, die unser Unternehmen selbst produziert oder zugekauft hat. Durch die Senkung unseres Energieverbrauchs können wir den prognostizierten Anstieg der Energiepreise besser abfedern. Gleichzeitig sind wir aber auch besser in der Lage, auf die Wünsche unserer Kunden einzugehen, für deren Einkaufsstrategien Energie- und Emissionsaspekte eine zunehmende Rolle spielen. 2011 stieg unser Gesamtenergieverbrauch aufgrund unseres Wachstums um 2 % von rund 845 Gigawattstunden im Jahr 2010 auf 860 Gigawattstunden. Der Anstieg ging insbesondere auf unsere Rechenzentren und Firmenwagen zurück. Trotz eines höheren Gesamtenergieverbrauchs konnten wir unsere Energieeffizienz jedoch verbessern. So nahm der Energieverbrauch pro Firmenwagen ab, während sich unsere Firmenwagenflotte wachstumsbedingt vergrößerte. Auch 2011 führten wir in verschiedenen Unternehmensbereichen Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz fort, darunter in unseren Gebäuden und Rechenzentren. 
  • Energieverbrauch der Rechenzentren: Ein weiterer Schwerpunkt liegt darin, die Energieeffizienz unserer Rechenzentren zu erhöhen und den Energieverbrauch pro Mitarbeiter zu senken. Die Maßnahmen sind Teil unserer umfassenden Strategie im Bereich der „Grünen IT“, in deren Rahmen wir auch mit Kunden und Hardwareanbietern an der Entwicklung neuer nachhaltiger Lösungen zusammenarbeiten. Trotz unserer anhaltenden Maßnahmen stieg der Energieverbrauch in den Rechenzentren, bedingt durch unser Unternehmenswachstum, von 2.746 Kilowattstunden pro Mitarbeiter im Jahr 2010 auf 2.824 Kilowattstunden im Jahr 2011. 
  • Anteil von erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch: Die SAP baut die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien weiter aus. Damit wollen wir zum einen unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Atomenergie verringern, zum anderen aber auch einen aufstrebenden Markt unterstützen, der für eine nachhaltige Zukunft entscheidend ist. Ein Teil des grünen Stroms stammt entweder von Energieversorgern vor Ort oder von den Fotovoltaikanlagen auf unseren Gebäuden. Ende 2011 bezogen wir rund 47 % unseres gesamten Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gegenüber 45 % im Jahr 2010. 

Wie unsere Softwarelösungen dazu beitragen, Unternehmensabläufe in ökologischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht nachhaltig zu verbessern, schildern wir im Abschnitt Software- und Serviceportfolio.

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