ASSURED 2011

Konzernabschluss nach IFRS

 

Konzernanhang
(11) Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand des jeweiligen Geschäftsjahres setzte sich wie folgt zusammen:

Steueraufwand nach Regionen

Mio. €

  2011
 
2010 2009
Laufender Steueraufwand
Inland 635 413 344
Ausland 521 459 380
Summe laufender Steueraufwand 1.156 872 724
   
Latenter Steueraufwand/-ertrag
Inland –12 23 –16
Ausland 185 –370 –23
Summe latenter Steueraufwand/-ertrag 173 –347 –39
Summe Ertragsteueraufwand 1.329 525 685

Wesentliche Bestandteile des Steueraufwands

Mio. €

  2011
 
2010 2009
Laufender Steueraufwand/-ertrag
Steueraufwand für das laufende Jahr 1.152 862 783
Periodenfremder Steueraufwand/-ertrag 4 10 -59
Summe laufender Steueraufwand 1.156 872 724
   
Latenter Steueraufwand/-ertrag
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen 162 -388 -51
Nicht genutzte steuerliche Verluste und Steuergutschriften (Forschung und Entwicklung, ausländische Steuern) 11 41 12
Summe latenter Steueraufwand/-ertrag 173 -347 -39
Summe Ertragsteueraufwand 1.329 525 685

Der Gewinn vor Steuern teilte sich wie folgt auf das In- und Ausland auf:

Gewinn vor Steuern

Mio. €

2011
 
2010 2009
Inland 2.323 2.009 1.324
Ausland 2.445 329 1.111
Summe 4.768 2.338 2.435

In der folgenden Tabelle wird eine Überleitung des erwarteten Steueraufwands, ausgehend vom deutschen kombinierten Ertragsteuersatz der Gesellschaft von derzeit 26,34 % (2010: 26,29 %; 2009: 26,21 %), zur tatsächlichen Steuerbelastung vorgenommen. Unser kombinierter Ertragsteuersatz für 2011 setzt sich zusammen aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15,00 % (2010: 15,00 %; 2009: 15,00 %) zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag hierauf sowie Gewerbesteuer in Höhe von 10,51 % (2010: 10,46 %; 2009: 10,38 %).

Zusammenhang zwischen Steueraufwand und bilanziellem Gewinn vor Steuern

Mio. €, sofern nicht anders bezeichnet

  2011
 
2010 2009
Gewinn vor Steuern 4.768 2.338 2.435
Erwartete Ertragsteuern bei einem Steuersatz von 26,34 % (2010: 26,29 %; 2009: 26,21 %) 1.256 615 638
Steuereffekte aus
Abweichung zu ausländischen Steuersätzen 77 –68 57
nicht abziehbaren Aufwendungen 89 101 94
steuerfreien Einkünften –149 –96 –52
Quellensteuern 93 39 40
Steuergutschriften (Forschung und Entwicklung, ausländische Steuern) –33 –53 –20
Steuerertrag für Vorjahre –25 –27 –56
Erneute Beurteilung von latenten Steueransprüchen und Steuergutschriften (Forschung und Entwicklung, ausländische Steuern) 0 11 –8
Sonstiges 21 3 –8
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 1.329 525 685
Effektive Steuerquote in % 27,9 22,5 28,1

Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden vor Saldierung für die einzelnen Bilanzposten jeweils zum 31. Dezember: 

Bilanzierte latente Steueransprüche und -schulden

Mio. €

2011
 
2010
Latente Steueransprüche
Immaterielle Vermögenswerte 68 69
Sachanlagen 16 14
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 12 12
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 23 30
Verlustvorträge 57 56
Pensionsrückstellungen 104 97
Anteilsbasierte Vergütungsprogramme 31 37
Sonstige Rückstellungen 286 549
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 44 41
Steuergutschriften (Forschung und Entwicklung, ausländische Steuern) 17 23
Sonstige 103 112
Latente Steueransprüche 761 1.040
 
Latente Steuerschulden
Immaterielle Vermögenswerte 421 507
Sachanlagen 58 47
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 210 226
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 15 21
Pensionsrückstellungen 37 37
Sonstige Rückstellungen 1 3
Passive Rechnungsabgrenzung 3 5
Sonstige 25 31
Latente Steuerschulden 770 877
Latente Steueransprüche/Steuerschulden, netto -9 163

Der Rückgang der latenten Steueransprüche ist im Wesentlichen auf den Steuereffekt aus der Reduzierung der Rückstellung für den TomorrowNow-Rechtsstreit zurückzuführen. Der Rückgang der latenten Steuerschulden resultiert hauptsächlich aus den Folgeeffekten unserer in den vergangenen Jahren getätigten Unternehmenszusammenschlüsse und betrifft insbesondere immaterielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Die im Jahr 2011 geleisteten Ertragsteuerzahlungen wurden durch den TomorrowNow-Rechtsstreit um 53 Mio. € (2010: 1 Mio. €; 2009: 2 Mio. €) gemindert.

Für die folgenden Posten wurden in den Geschäftsjahren 2011, 2010 und 2009 keine latenten Steueransprüche angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um diese Ansprüche zu realisieren:

Posten, für die keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden

Mio. €

2011
 
2010 2009
Noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge
Unverfallbar 38 9 13
Verfall im Folgejahr 10 5 1
Verfall nach dem Folgejahr 93 103 138
Summe der noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge 141 117 152
 
Noch nicht genutzte Steuergutschriften (Forschung und Entwicklung, ausländische Steuern)
Unverfallbar 17 21 0
Verfall nach dem Folgejahr 3 2 4
Summe der noch nicht genutzten Steuergutschriften 20 23 4

Zum 31. Dezember 2011 verfügten wir über in Tochterunternehmen thesaurierte Gewinne in Höhe von rund 5,54 Mrd. € (2010: 4,56 Mrd. €), bei denen wir in der Lage sind, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern, und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird, und für die deshalb keine latenten Steuerschulden gebildet wurden.

Die für das Geschäftsjahr 2011 vorgeschlagene Dividende in Höhe von 1,10 € je Aktie wird keine ertragsteuerlichen Konsequenzen für die SAP AG haben.

Unter Berücksichtigung der Steuern, die wir gegen Kapitalrücklage und sonstige Eigenkapitalposten verrechnet haben, setzen sich die Ertragsteuern für die Geschäftsjahre 2011, 2010 und 2009 wie folgt zusammen:

Gesamtbetrag der Ertragsteuern

Mio. €

2011
 
2010 2009
Ertragsteueraufwand aus laufender Geschäftstätigkeit 1.329 525 685
In der Kapitalrücklage erfasste Ertragsteuern –10 –1 0
Ertragsteuern für Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die nicht aufwands- oder ertragswirksam umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Plänen –5 –18 0
Ertragsteuern für Bestandteile des sonstigen Ergebnisses, die aufwands- oder ertragswirksam umgegliedert werden
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0 0 1
Gewinne/Verluste aus Absicherungen von Zahlungsströmen –1 –5 11
Währungseffekte –6 5 0
Summe 1.307 506 697

Die in der Kapitalrücklage gebuchten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beziehen sich auf unsere anteilsbasierten Vergütungspläne mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

Wir unterliegen regelmäßigen Betriebsprüfungen in- und ausländischer Steuerbehörden. Infolge der Betriebsprüfung für den Zeitraum 2003 bis 2006 bei der SAP AG und ihren deutschen Tochterunternehmen gibt es zwischen der deutschen Finanzverwaltung und uns unterschiedliche Auffassungen im Hinblick auf konzerninterne Finanzierungen. Wir stimmen der Beurteilung durch die deutsche Finanzverwaltung nicht zu und werden hiergegen mit allen Rechtsmitteln vorgehen. Derzeit gehen wir davon aus, dass ein für uns positiver Ausgang erst im Klageverfahren erzielt werden kann. Wir haben für diesen Sachverhalt keine Rückstellung gebildet, da wir der Auffassung sind, dass die Beanstandungen der deutschen Finanzverwaltung unbegründet und keine Anpassungen notwendig sind. Sollte, entgegen unserer Erwartung, das Gerichtsverfahren zugunsten der deutschen Finanzverwaltung ausgehen, würde dies für den Betriebsprüfungszeitraum 2003 bis 2006 und den folgenden Zeitraum 2007 bis 2011 zu einem zusätzlichen Steueraufwand (einschließlich eines entsprechenden Zinsaufwandes) von ungefähr 130 Mio. € führen.

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